3:0 gegen den BVB - erster Heimsieg der Saison

Hamburg - Der Hamburger SV hat am Samstag (10.02.07) durch einen 3:0-Erfolg (2:0) den ersten Heimsieg der Saison eingefahren. Kapitän Rafael van der Vaart brachte die Rothosen in der mit 57.000 Zuschauern ausverkauften AOL Arena per Foulelfmeter in der 11. Minute in Führung. Collin Benjamin erzielte bei der Heimpremiere von Trainer Huub Stevens per Kopf in der 39. Minute den zweiten Treffer. Der starke Mehdi Mahdavikia machte in der Schlussminute den 3:0-Endstand perfekt.
Huub Stevens musste in seinem ersten Heimspiel als HSV-Trainer auf fünf Spieler verzichten. Nigel de Jong fehlte wegen seiner Gelbsperre, dazu gesellten sich vier verletzte Akteure. Guy Demel (Muskelfaserriss), Danijel Ljuboja (Adduktoren-Probleme), Vincent Kompany (Achillessenen-OP) und Mario Fillinger (Knie-OP) standen nicht zur Verfügung. Dafür waren Paolo Guerrero und Piotr Trochowski nach überstandener Verletzung wieder dabei, saßen aber vorerst nur auf der Bank. BVB-Coach Jürgen Röber konnte auch nicht aus dem Vollen schöpfen, ihm fehlten mit Ebi Smolarek und Christian Wörns (beide Muskelfaserriss) sowie Sebsatian Kehl (Knie-Probleme) drei potenzielle Stammkräfte.
Vorentscheidung zur Pause
Das Spiel begann sehr schwungvoll, wobei die Dortmunder die erste gefährliche Aktion für sich verbuchen konnten. Tim Atouba konnte aber mit einer Grätsche im letzten Augenblick gegen Florian Kringe klären (3.). Doch damit war der Dortmunder Schwung bereits beendet, fortan übernahm der HSV das Kommando. Juan Pablo Sorin besaß in der siebten Minute mit einem Schuss aus sechs Metern die erste gute Gelegenheit, die aber dank Roman Weidenfellers Reflex noch nicht zum 1:0 führte. Das fiel aber vier Minuten später, nachdem Mehdi Mahdavikia im Zweikampf mit Weidenfeller zu Fall kam und Schiedsrichter Lutz Wagner auf den Elfmeterpunkt zeigte. Rafael van der Vaart verwandelte sicher zur Führung.
Darauf ruhten sich die Rothosen jedoch keineswegs aus. Weiter ging es nach vorne, das 2:0 sollte her. Und es ergaben sich weitere gute Torchancen für die Hanseaten. Wieder hatte Sorin die Möglichkeit, doch erneut fand er aus kurzer Distanz in Weidenfeller seinen Meister (13), ebenso wie kurz darauf Bastian Reinhardt, dessen Drehschuss nicht den Weg ins Tor fand. Als Mahdavikia nach gut einer halben Stunde trotz freier Schussbahn aus wenigen Metern das Tor nicht traf, fühlten sich nicht wenige an die letzten Spiele erinnert, doch dieses Mal sollte es anders kommen. Denn während der BVB nur noch einmal durch Kringes Volleyschuss gefährlich vor Frank Rost auftauchte, spielten van der Vaart und Co. weiter konsequent nach vorn.
I-Tüpfelchen in der Schlussminute
Der endgültige Brustlöser folgte dann in der 40. Minute, als Weidenfeller einen Freistoß von van der Vaart halten, ihn aber aber nicht aus der Gefahrenzone bugsieren konnte. Erneut war Hamburgs Mannschaftskapitän zur Stelle, tanzte im gegnerischen Strafraum zwei Dortmunder aus und brachte den Ball in die Mitte zu Collin Benjamin, der aus fünf Metern ins lange Eck köpfte. Dieses wichtige 2:0 löste auch die letzten Selbstzweifel im Team des HSV und ließ die ausverkaufte AOL Arena Kopf stehen. Als zwei Minuten später Dortmunds Brasilianer Dede nach einem Foul an David Jarolim auch noch die rote Karte sah, stand dem ersten HSV-Heimsieg dank Vorsprung und numerischer Überzahl nichts mehr im Wege.
Nach dem Seitenwechsel spielte der HSV sehr souverän und hielt die Gäste weit vom eigenen Tor fern. So entstand zu keinem Zeitpunkt des Spiels die Gefahr, den Anschlusstreffer hinnehmen zu müssen. Im Gegenteil: der HSV lauerte auf Konter, die auch das eine oder andere Mal Gefahr versprühten, letztendlich aber kurz vor dem BVB-Gehäuse verpufften. Aber in der Schlussminute wurde der Fleiß der Hamburger doch noch belohnt. Weidenfeller schlug im eigenen Strafraum ein Luftloch, so dass Sorin in halbrechter Position völlig frei stand, noch einmal auf den mitgelaufenen Mahdavikia passte, der den Ball nur noch zum 3:0-Endstand einzuschieben brauchte. Damit war der erste Heimsieg der Saison endgültig perfekt.
Das Spiel im Stenogramm:
Borussia Dortmund: Weidenfeller - P. Degen, Brzenska, C. Metzelder, Dede - Tinga - Kringe, Kruska, N. Sahin - Valdez (56.Ricken), Frei (68.Tyrala)
Hamburger SV: F. Rost - Benjamin (90.Abel), B. Reinhardt, Mathijsen, Atouba - Mahdavikia, Jarolim, Laas, Sorin - van der Vaart (84.Trochowski) - Olic (86.Guerrero)
Tore: 1:0 van der Vaart (11./FE), 2:0 Benjamin (39.), 3:0 Mahdavikia (90.)
Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Lutz Wagner (Hofheim)
Gelbe Karten: Tinga, / -
Gelb-Rote Karte: -/-
Rote Karte: Dede (42. / Foulspiel an Jarolim) /-


